Hłowna zhromadźizna – wuslědki za němsku zjawnosć / Domowina-Hauptversammlung

Hauptversammlung der Domowina beschloss neues Programm

Die 17. Hauptversammlung der Domowina ist heute, am 28. März, in Dreikretscham/Haslow erfolgreich zu Ende gegangen.  95 Delegierte und zahlreiche Gäste verfolgten die Beratung. Unter den Gästen waren die Bundestagsabgeordnete Maria Michalk, die ein Grußwort von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière verlas, Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und der Beauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden in Brandenburg, Staatssekretär Martin Gorholt. 

Wichtigster Tagesordnungspunkt war der Beschluss des neuen Programms “Domowina 2025”, das unter dem Stichwort “Verbundenheit – Offenheit – Verantwortung” die Handlungsprämissen der Domowina für die Zukunft umreißt. Es ist in den vergangenen drei Jahren sowohl in den Gremien der Domowina als auch öffentlich diskutiert worden. Interessenten finden es auf der Internetseite der Domowina. Ebenfalls beschlossen die Delegierten heute die neuen Arbeitsrichtlinien, die – auf das Programm aufbauend – dessen Inhalte in kurz- und mittelfristige Aufgaben strukturieren.

Mehrere Redner äußerten sich in einer sehr lebhaften Diskussion zu Fragen des Erhalts und der Revitalisierung der sorbischen Sprache, und zwar sowohl innerhalb des sorbischen Siedlungsgebietes als auch außerhalb der Lausitz. In seiner Rede verwies der Vorsitzende der Domowina David Statnik auf die Aufgabe der Domowina, dafür das entsprechende Forum zu bilden: „Wir haben in allen Regionen der Lausitz, aber auch außerhalb, den Dialog mit den dort Aktiven zu pflegen. Dabei sollten wir den Fokus darauf richten, wie wir gemeinsam unsere Zukunft zum Wohle des Sorbischen, der sorbischen Sprache und Kultur gestalten.“

Einstimmig beschlossen die Delegierten heute eine Resolution für den Abschluss eines neuen Finanzierungsabkommens zur Förderung der Stiftung für das sorbische Volk. Es soll sicherstellen, dass alle von der Stiftung geförderten sorbischen Einrichtungen erhalten bleiben, damit das Fortbestehen und die Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur weiter gewährleistet werden können.

Des Weiteren beschlossen die Delegierten eine Stellungnahme zur Asylpolitik: „Mit großer Sorge betrachtet die Domowina das ausgrenzende und aggressive Auftreten gegenüber Ausländern, das sich in öffentlichen Protesten, in Angriffen auf Asylbewerberheime und Bedrohungen von Politikern äußert. So, wie wir eine Akzeptanz und Toleranz unserer deutschen Mitbürger uns gegenüber erwarten, so fordert die Domowina Akzeptanz und Toleranz gegenüber Ausländern und Asylbewerbern.“

 Zum wiederholten Male forderte die Domowina heute, dass im sorbischen Siedlungsgebiet für die Braunkohle keine weiteren Dörfer abgebaggert werden dürfen, ebenso wie den mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohlengewinnung. Da die sächsische Staatsregierung jedoch der Erweiterung des Tagebaus Nochten II zugestimmt hat, droht 1600 Einwohnern von Rohne, Mulkwitz, Mühlrose, Klein Trebendorf und Schleife die Umsiedlung. Die Verkaufspläne von Vattenfall und die aktuelle Initiative von Wirtschaftsminister Gabriel bezüglich der Kohlendioxidabgabe führen bei den von Abbaggerung betroffenen Einwohnern zu großer Ungewissheit. Im Beschluss der Hauptversammlung heißt es: „Die Domowina fordert, kurzfristig Klarheit über die künftige Braunkohlenpolitik in der Lausitz zu schaffen. Im Falle der Fortführung des Tagebaus Nochten sind die beiden Grundlagenverträge einzuhalten, damit die sorbischen Interessen gewahrt bleiben und die Betroffenen soziale Sicherheit erhalten.“

Borbora Felberowa, nowinska rěčnica

Nowina w němskej stolicy / dpa wo hłownej zhromadźiznje:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/domowina-beschliesst-neues-programm–sprache-ist-schwerpunkt,10809148,30248932,view,asTicker.html

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