Dr. Irenje Šěrakowej spožči so myto za serbsku rěč Myto Zejlerja 2016

Dr. Irene Šěrak erhält Zejler-Preis 2016

 Feierliche Preisverleihung am 16. September 2016 in Kamenz

Dr. Irene Šěrak wird mit dem Preis für sorbische Sprache Zejler-Preis geehrt. Das gab die Sächsische Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange heute bekannt und folgt damit der Empfehlung der siebenköpfigen Jury. Der mit 5.000 Euro dotiere Zejler-Preis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und prämiert herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Erwerbs, des Gebrauchs sowie der Vermittlung der sorbischen Sprache.

Dr. Eva-Maria Stange: „Dr. Irene Šěrak hat den Preis mehr als verdient. Schon mehrere Jahre im Ruhestand, engagiert sie sich kontinuierlich bei anspruchsvollen Aufgaben des Lektorierens ober- und niedersorbischer Publikationen. Seit Jahrzehnten arbeitet sie äußerst zuverlässig in der Obersorbischen Sprachkommission.“

In der Begründung der Jury heißt es in sorbischer Sprache: „Knjeni dr. Irenje Šěrakowej spožči so myto za serbsku rěč Myto Zejlerja 2016 za spušćomne, wutrajne a wobšěrne skutkowanje na dobro praweho nałožowanja serbskeje rěče w najwšelakorišich wobłukach pismowstwa.“

Die Jury begründet wie folgt: „Frau Dr. Irene Šěrak wird der Preis für sorbische Sprache Zejler-Preis 2016 verliehen für ihr zuverlässiges, unermüdliches und umfangreiches Wirken im Dienste des korrekten Gebrauchs der sorbischen Sprache in den verschiedensten Bereichen des geschriebenen Wortes.“

Der Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, trägt den Namen des Dichters, Publizisten und Theologen Handrij Zejler (1804-1872), der als Begründer der modernen sorbischen Literatur gilt und mit seinem Werk bis heute einen positiven Einfluss auf die sorbische Sprache ausübt.

zu Dr. Irene Šěrak:

Dr. Irene Šěrak, geb.1942 in Dresden, ist Slawistin (Wissenschaftlerin, Lektorin), seit 2007 im Ruhestand und lebt in Panschwitz-Kuckau.

Nicht nur mit ihrer beruflichen Arbeit als langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sorbischen Instituts und Mitautorin des deutsch-obersorbischen Wörterbuchs (1989/1991), als gewissenhafte Redakteurin zahlreicher Hefte der Zeitschrift Lětopis – Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und Kultur und weiterer wissenschaftlicher Werke und später als Lektorin im Domowina-Verlag, sondern auch über diese Tätigkeit hinaus setzte und setzt sie sich für den korrekten und angemessenen Gebrauch des Sorbischen ein.

Ihre gewissenhafte und beharrliche, jedoch in der Öffentlichkeit kaum sichtbare außerberufliche Tätigkeit umfasst u. a. das regelmäßige Korrekturlesen der Monatsschrift der evangelischen Sorben “Pomhaj Bóh” und die aktive sprachliche Beratung des Kreises Schreibender Rosenthal “Róženčanski kružk pisacych”, wobei sie umsichtig auch die Besonderheiten der Volkssprache berücksichtigt, die in der Volksdichtung durchaus legitim sind.

 

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