Informacije z Domowiny (13.3.2010)


Presseinformation 13.03.2010

Aus der Tagung des Bundesvorstandes der Domowina/
Hauptversammlung einberufen

Die 15. Hauptversammlung der Domowina findet am 26. März 2011 in Uhyst/Spree statt. Das beschloss der Bundesvorstand der Domowina unter der Leitung des Vorsitzenden der Domowina Jan Nuck auf seiner heutigen Tagung in Klein Partwitz. Die Hauptversammlung soll unter anderem Satzungs- und Strukturfragen behandeln, einen neuen Vorsitzenden wählen und eine Diskussion des Programms der Domowina beginnen.

Die Stellungnahme der Domowina zur Konzeption des Instituts für kulturelle Infrastruktur Sachsen (das sogenannte Vogt-Papier) wurde nicht abschließend behandelt, sondern zur weiteren Abstimmung an eine Redaktionskommission, der die Vorsitzenden der Arbeitsausschüsse der Domowina angehören, überwiesen.

In einem zusätzlichen Tagesordnungspunkt erhielten Vertreter des Betriebsrates des Sorbischen National-Ensembles (SNE) Gelegenheit, eine Stellungnahme zur aktuellen Lage des SNE abzugeben. Sie forderten unter anderem den Erhalt der tradierten unikaten Einrichtungen und die Rücknahme der überproportionalen Kürzungen beim Sorbischen National-Ensemble.
Danach beschäftigte sich der Bundesvorstand in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Konzept zur institutionellen Förderung der professionellen sorbischen Kunst, die von einer Arbeitsgruppe der Stiftung für das sorbische Volk erarbeitet worden ist. Die Mehrheit der Mitglieder des Bundesvorstandes stimmte dem vorgelegten Konzept zur Umstrukturierung des SNE zu; es soll auf der Stiftungsratssitzung am 25. März in Cottbus behandelt werden. Des Weiteren sprach sich der Bundesvorstand dafür aus, dass die Abfindungen nicht aus dem Stiftungsetat, sondern von den Geldgebern der Stiftung[1] zu erbringen sind.

Der Bundesvorstand beschloss einstimmig die Stellungnahme der Domowina zur Fortschreibung des Braunkohlenplanes für den Tagebau Nochten. Er schloss sich damit der Position des Vorstandes der Domowina-Regionalverbandes Weißwasser/Niesky vom 3.3.2010 an, in der es heißt: „Der Regionalverband sieht unter den Bedingungen der langfristigen Braunkohlengewinnung und mit Blick auf die vorgesehene Umsiedlung die wichtigste Aufgabe darin, die sorbische Substanz zu erhalten und sogar zu stärken. … Das Vorranggebiet darf nicht abgebaggert werden. Es droht die Gefahr, dass die Grundlagen für den weiteren Erhalt der sorbischen Sprache, Bräuche und Traditionen dadurch langfristig Schaden erleiden. Für den 1997 erfolgreich begonnenen Prozess der Revitalisierung der sorbischen Sprache im Siedlungsgebiet der evangelischen Sorben im Schleifer Gebiet könnten irreparable Schäden entstehen, auch deshalb, weil die Menschen zu Entscheidungen gezwungen werden, denen sie normalerweise nicht ausgesetzt wären.“ Die Stellungnahme wird als Position der Domowina dem Regionalen Planungsverband Oberlausitz – Niederschlesien übermittelt.

Gleich in zwei Vorträgen standen Bildungsfragen im Mittelpunkt. Dr. Beate Brězan, seit 1.9.2009 Leiterin des WITAJ-Sprachzentrums, informierte über aktuelle Aufgabenstellungen. Die Leiterin der Bildungsagentur PONTES, Dr. Regina Gellrich, stellte dieses Bildungsnetzwerk in der Euroregion Neisse vor, das seit 2002 auf deutscher, polnischer und tschechischer Seite aufgebaut wird. Es hat gegenwärtig ca. 300 Kooperationspartner in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Vereinen, darunter seit 2004 auch die Domowina – Bund Lausitzer Sorben e. V.

Zu Beginn der Sitzung informierte Bürgermeister Dietmar Koark über die Bemühungen der Gemeinde Elsterheide, die sie dem Erhalt der sorbischen Sprache – z. B. mit dem Witaj-Projekt in einer von drei kommunalen Kindertagesstätten – sowie der Pflege von sorbischem Brauchtum und Kultur widmen. Mit Blick auf den Tourismus im Lausitzer Seenland gelte es, sich mit Fingerspitzengefühl in diese Entwicklung einzubringen.

Z přećelnym postrowom/Mit freundlichen Grüßen

Borbora Felberowa/Bärbel Felber

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